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09.01.2019

Von: Rolf Winkel

Gesetzliche Rentenversicherung 4

Rentenangleichung Ost-West geht weiter

Spätestens ab Juli 2024 soll die Rente in ganz Deutschland einheitlich berechnet werden. Eine weitere Stufe der Anpassung der Ost-Renten auf West-Niveau wird am 1.7.2019 in Kraft treten.

Dies regelt der Stufenplan von § 255a SGB VI. Danach soll der Rentenwert Ost im Juli 2019 auf (mindestens) 96,5 Prozent des aktuellen Rentenwerts West steigen und danach jedes Jahr im Juli um 0,7 Prozentpunkte angepasst werden. Derzeit liegt der aktuelle Rentenwert in den neuen Bundesländern bei 95,8 Prozent des Rentenwerts West.

Da im Juli 2019 die Ost-Renten aller Voraussicht nach wieder stärker steigen als die West-Renten, wird die für den 1. Juli vorgesehene Marke von 96,5 Prozent möglicherweise bereits überschritten. Das ist für die Ost-Rentner allerdings nicht nachteilig. Denn dann gilt der höhere nach der Rentenformel errechnete Wert.

Für Arbeitnehmer aus den neuen Bundesländern ist wichtig: Ihr Verdienst wird, wenn es um Rentenansprüche geht, 2019 um 8,4 Prozent hochgewertet. In den kommenden Jahren wird dieser Umrechnungsfaktor (nach Anlage 10 SGB VI) allerdings Schritt für Schritt abgeschmolzen. In den kommenden Jahren gilt allerdings noch: Bei gleichem Verdienst erwerben Arbeitnehmer in den neuen Bundesländern deutlich höhere Rentenansprüche als ihre Kollegen im Westen.

Anpassung Rentenwert (Ost) im Verhältnis zum aktuellen Rentenwert (West)

1. Juli 2019      96,5 Prozent
1. Juli 2020      97,2 Prozent
1. Juli 2021      97,9 Prozent
1. Juli 2022      98,6 Prozent
1. Juli 2023      99,3 Prozent
1. Juli 2024      100 Prozent

Quelle: § 255a SGB VI