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10.01.2019

Von: Rolf Winkel

Gesetzliche Rentenversicherung 6

Höhere Vorsorgezahlungen absetzbar

Mit dem Abschluss eines Basis-Rentenvertrags (der so genannten Rürup-Rente) können sich insbesondere Selbstständige eine private Altersvorsorge aufbauen und damit Steuern sparen. Ähnlich funktioniert das mit freiwilligen Beiträgen in die gesetzliche Rentenkasse oder mit Beiträgen zum Ausgleich von Rentenabschlägen, die ältere Arbeitnehmer in die Rentenkasse einzahlen können.. 2019 gelten dabei günstigere Regeln.

Die steuerliche Förderung für Rürup-Renten steigt planmäßig weiter an. Absetzbar sind nun 88 Prozent der Einzahlungen. Doch genauso können Selbstständige in der Regel auch freiwillige Beiträge in die gesetzliche Rentenkasse einzahlen, was nach den Berechnungen der Stiftung Warentest gerade für ältere Selbstständige deutlich günstiger ist. Maximal werden 2019 für Alleinstehende Renten-Einzahlungen in Höhe von 24.304,80 € und für Verheiratete in Höhe von 48.609,60 € steuerlich gefördert. 88 Prozent dieser Beträge können von der Steuer abgesetzt werden. Maximal sind damit 2019 für Alleinstehende 21.388,- € steuerlich absetzbar. Für Verheiratete gilt jeweils der doppelte Betrag. Die Steuervorteile gelten für Selbstständige und für Arbeitnehmer gleichermaßen. Doch Achtung: Bei gesetzlich Versicherten werden auf diese Höchstbeträge die kompletten gesetzlichen Pflichtbeiträge einschließlich der Arbeitgeberanteile angerechnet.

Freiwillige Einzahlungen in die Gesetzliche

Genau die gleichen Steuervorteile gelten auch für freiwillige Einzahlungen in die gesetzliche Rentenversicherung (GRV), die vor allem für Selbstständige möglich sind. Für Selbstständige, die es sich leisten können, viel in die eigene Altersvorsorge zu investieren, sind solche Einzahlungen in die gesetzliche Rentenkasse lohnend, hat u.a. die Stiftung Warentest in ihrer Zeitschrift „Finanztest“ mehrfach vorgerechnet (etwas in der Ausgabe 1/2014).

Tipp: Auch Ausgleich von Rentenabschlägen steuerbegünstigt

Arbeitnehmer können zwar, weil sie pflichtversichert sind, keine „klassischen“ freiwilligen Beiträge in die Rentenversicherung zahlen, doch sie können freiwillig Ausgleichszahlungen für künftig zu erwartende Rentenabschläge leisten. Solche Ausgleichszahlungen sind schon ab 50 Jahren möglich – und sie sind genauso steuerbegünstigt wie Beiträge von Selbstständigen in eine Rürup-Rente.