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21.08.2013

Bezirk Mittelrhein

Schwerbehindertenvertretung

Obwohl Gesetzgeber, Arbeitsagenturen, Integrationsämter und die Interessenvertretungen vor Ort in den vergangenen Jahren vielfältige Initiativen gestartet haben, um die Situation von Schwerbehinderten auf dem Arbeitsmarkt zu verbessern, hat sich deren Beteiligung am Erwerbsleben nicht im notwendigen Maß verbessert. Im Zeitalter eines massiven Fachkräftemangels, insbesondere in unserer Region ein unhaltbarer Zustand!

Im Zeitalter eines massiven Fachkräftemangels, insbesondere in unserer Region ein unhaltbarer Zustand! Immer schneller, flexibler und mobiler müssen nach Ansicht vieler Unternehmer "moderne" Arbeitnehmer sein. An dieser Maxime ausgerichtete neue Organisationsformen können schon für den gesunden Beschäftigten zu einer erheblichen Einschränkung seiner Lebensqualität führen. Die meisten behinderten Menschen können diesen Ansprüchen bestenfalls dann genügen, wenn ihr Arbeitsplatz entsprechend ihren Bedürfnissen gestaltet wird. Die Bereitschaft zu einer solchen Investition ist dort, wo Kostensenkung das Gebot der Stunde ist, jedoch kaum vorhanden. Es verwundert deshalb nicht, dass eine große Zahl von Betrieben ihre Verpflichtung zur Beschäftigung Schwerbehinderter noch immer nicht nachkommt und sich stattdessen lieber freikauft.

Dass sie dadurch mitverantwortlich sind für die hohe Zahl von arbeitslosen Schwerbehinderten, berührt die betreffenden Arbeitgeber offenkundig nicht.
Gerade in einer Phase, in der nur noch wenige Unternehmer bereit sind, die ihnen zugedachte gesellschaftliche und soziale Verantwortung auch wirklich zu übernehmen, sind starke Interessenvertretungen für benachteiligte Gruppen nötig. Deshalb unterstützt die IG BCE im Bezirk Mittelrhein die Schwerbehindertenvertretungen in den Betrieben in vielfältiger Weise.

So gibt es ein speziell an den Bedürfnissen dieses Personenkreises ausgerichtetes Angebot an Seminaren und Arbeitstagungen. In diesen Veranstaltungen werden den Schwerbehindertenvertretern ganz konkrete Möglichkeiten aufgezeigt, wie sie ihre Arbeit vor Ort möglichst wirksam gestalten können. Selbstverständlich wird ihnen auch bei der Umsetzung betrieblicher Aktionen umfassende Unterstützung angeboten.

Derzeit gibt es im Bezirk 23 Schwerbehindertenvertretungen.